[LAMENT]: An einem Freitag wie diesem …

… der sich benimmt wie ein Freitag, der 13., bin ich echt froh über das herannahende Ende des Tages. Heute hat aber auch gar nichts so geklappt, wie ich es wollte. Einer der Tage, an denen sich der Linkshänder so richtig linkshändig unkoordiniert gefühlt hat. Jammer, jammer, buhuhu.

Die Woche insgesamt war durchmischt, mehr positiv als negativ, aber nicht ungetrübt.. Ich kann mit dem, was ich diese Woche geschrieben habe, zufrieden sein, obwohl mir ein paar Stunden abgezwackt wurden. Es gibt keine großartigen Neuigkeiten, was schon mal gar nicht so schlecht ist.

Eigentlich stand in der eckigen Klammer des Beitragstitels ursprünglich das Wort LAMENT. Aber da ich weder eine Lament Konfiguration (you see what I did here? Stupid, isn’t it?) bei der Hand hatte noch das Waschweib geben wollte und schon gar keine Lust hatte, mich einzig auf den Freitag zu beschränken, wurde das hübsche Wort Lament, das ich einzig des Klangs wegen gewählt habe, … ach, Scheiß der Hund drauf, ich füge es wieder ein.

Ich habe ein paar gute Gedanken gehabt, die mich selbst betreffen, habe über Kompromisslosigkeit und Feigheit nachgedacht – über Authentizität, die mir geradezu Kopfzerbrechen bereitet – und ein paar skurrile Ideen niedergeschrieben, die irgendwann den Weg in die eine oder andere Story finden werden. Was das Schreiben angeht, so ging es dieser Tage bei She: Eiskalte Wut (Der Titel wird vermutlich nicht bleiben), bei der Überarbeitung einer Story und an zwei anderen Projekten weiter, über die ich zur Zeit nichts zu erzählen habe. Alles ist durchgeknallt und pervers, aber das ist wohl nichts Neues.

Meine stets große Zuneigung zu Jean Michel Jarre ist nach längerer Pause wieder neu erwacht und höre seit Tagen eigentlich nichts anderes mehr als ihn und meinen Allround-Favoriten John Carpenter.

Ich bedaure das Ableben von William Goldman, einem hervorragenden Drehbuchautor – Marathon Man (eine der gemeinsten Folter-Szenen der Filmgeschichte), Die Braut des Prinzen, (Hello, my Name is Inigo Montoya. You killed my father. Prepare to die), Misery (ganz fieser Film nach dem fiesen Roman von Stephen King), Butch Cassidy and the Sundance Kid (großer Edelwestern der alten Schule), der mit 87 dieser Tage gestorben ist. Goldman hat auch etliche großartige Romane abseits von Die Brautprinzessin und Marathon Man geschrieben – Die Brüder ist ein großes Buch. Dass der Mann auch das Drehbuch für Dreamcatcher (der Aliens-explodieren-aus-Arschlöchern-Roman von Stephen King) geschrieben hat, das ignorieren wir mal höflich.

Eigenes Foto: Selfie mit AlienNetflix meinte im letzten Newsletter, dass mir Narcos, Staffel 4 gefallen könnte. Wie die darauf kommen, nachdem ich Staffel 1-3 mit Begeisterung gesehen habe, ist mir ein Rätsel. Achtung, Ironie. Ich habe eine Liste aller Filme und Serien angefangen, die ich mir noch ansehen müsste, wohlwissend, dass das ein chancenloses Unternehmen ist, jeden Titel darauf jemals abhaken zu können.

Ich stelle wieder einmal fest, ich bin einer dieser Spielverderber, die Weihnachten nicht sonderlich mögen und diese gesammelte Kommerzscheiße, die davor abgeht, absolut widerlich finden.

Ich habe ein todschickes Selfie gemacht (ich verlange Zustimmung!!!), in dem ich kurzsichtig durch die Gegend blinzle, weil ich dazu die Brillen runtergenommen habe. Ich habe viele, viele Jahre Kontaktlinsen getragen, bis mir meine Baby-Tochter mal mit dem Finger ins Auge gefahren ist. Das war noch lustiger als Jahre davor, als mir eine Linse – es waren immer weiche – im Augen gerissen ist.

Nach dem Finger im Auge habe ich beschlossen, nur mehr Brillen zu tragen. Ich grüble aber darüber nach, es wieder mit den Linsen zu versuchen. Die Reaktionen meiner Umwelt sind bisher allerdings nicht sonderlich ermutigend. Offenbar will mich niemand ohne Brillen sehen. Nun gut, darüber wird die graue Glibber-Pampe in meinem Schädel noch eine Weile Zelle auf Zelle vernichten müssen, bis die Entscheidung spruchreif ist.

Ich bin davon fasziniert, ein Interview mit George R.R. Martin gelesen zu haben, in dem er tatsächlich klare Worte dafür findet, warum er so lange für Winds of Winter braucht. Zusammengefasst ist das Problem sowohl der Umfang wie auch die Erzählweise. Bekanntlich welchselt in jedem Kapitel die Erzählperspektive und Martin sagt, er schreibt nicht an einem Roman, sondern an einem Dutzend Romane zugleich, da jede Hauptfigur all ihre Nebenfiguren mitschleppt. Da den Überblick zu behalten ist sehr schwer. Und hinzu kommt, Martin scheint bis zu einem gewissen Grad Opfer seines Erfolgs zu werden. Er sagt ebenfalls, dass der Druck, den die Serie verursacht, Wirkung zeigt. Sie zwingt ihn, an einem perfekten Buch zu arbeiten.

Das Interview trägt den überaus erheiternden Titel “When I began A Game of Thrones I thought it might be a short story”

Seine Wild Cards kommen übrigens bei HULU in gleich zwei Serien zu Ehren, seine frühe Novelle Nightflyers kommt als Serie zu Syfy, das heißt, wir werden das Ding auf Netflix zu sehen bekommen, die die weltweiten Verwertungsrechte von Syfy über haben.

Nun, bald ist Samstag. Die Uhr des PC sagt 23.33 Uhr, die Kopfhörer dröhnen mich mit Jarre voll und ich gähne, dass es mir beinahe den Kiefer ausrenkt. Ich denke, für heute lasse ich es.

Gute Nacht!


Heutige Stimmung: Ziemlich gereizt am Tag, entspannt und müde am Abend …


Der Beitrag [WOCHENRÜCKBLICK]: An einem Freitag wie diesem … erschien am 16.11.2018 auf JohnAysa.net


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