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[SAVAGE TYPES]: Projekt-Wahnsinn

Dass ich Savage Types, diese Berliner Spinner, wirklich gern mag, habe ich an der einen oder anderen Stelle schon mal durchblicken lassen. Tja. Kleiner Verlag mit Größenwahn und dem sind sie jetzt völlig anheim gefallen.

Logo Savage Types: Guilty PleasuresSo startet der Verlag im September eine Serie von … Sexromanen, die alle zwei Gemeinsamkeiten haben: Es ist Genre-Literatur und es geht um Sex. Guilty Pleasures heißt die Reihe, die als reine eBook-Reihe konzipiert ist. Besonders erfolgreiche Titel sollen eine eigene Printauflage erfahren. Muss ich noch extra erwähnen, dass ich den einen oder anderen Beitrag dort leisten werde? Nö, oder? Soooo zurückhaltend in Sachen Sex und Abartigkeiten sind meine Bücher von Haus aus ohnehin nicht. und es ist doch eine nette Abwechslung, mal diverse Gestalten Sex haben zu lassen, ohne dass sie dabei in Blut baden oder von den eigenen Gedärmen erdrosselt werden. Dafür wird die Sache mehr kinky. Hat auch was. Und es ist außerdem Genre-Literatur.

Das ist schon mal eine feine Sache und würde jedem Verlag als Innovation für ein Jahr reichen. Aber nein, nicht den Spinnern von Savage Types. Die müssen unbedingt noch eins draufsetzen. Warum eine gute Sache, wenn man auch gleich doppelt so viel Unfug treiben kann? Gut, dass die Spinner sich selbst als bekloppt bezeichnen. Es ist immer irgendwie cleverer, solche Dinge von vornherein klarzustellen, das wirkt selbstreflektiert und konstruktiv.

Logo Savage TypesSavage Types startet mit Beginn des nächsten Jahres zwei Heftroman-Serien! Zwei, nicht eine. Eine Action-Serie unter der Federführung von Lee Kershaw (Facebook), der schon den Actionkracher-Beitrag in Souled Out zu verantworten hat und den ganzen Action-Scheiß im Blut hat.

Die zweite Serie ist als Horror/Sex Serie benannt – und wird mit “… John Sinclair/Larry Brent/Ron Kelly/Der Hexer usw. für Erwachsene mit Dämonen, Sex und Brutalitäten in einer dunklen Zukunftswelt …” beschrieben. Klingt gut? Jaaa, ist es auch. Und warum? Hier sind zwei Autoren damit beschäftigt, diesen Wahnsinn zu entwickeln. Jamie Eckhart und John Aysa. Genau, ich.

Die Serien starten 2020, also nächstes Jahr und werden vorläufig mal für zwei Jahre erscheinen. Abwechselnd jeden Monat eine Ausgabe, also Lee/JJ/Lee/JJ – oder umgekehrt JJ/Lee/JJ/Lee. Mehr als das Konzept steht bis jetzt nicht, Jamie und ich sind uns immerhin einige, möglichst bald die Schädel zusammenkrachen zu lassen, um den Handlungsbogen für 12 Hefte auf die Reihe zu kriegen und einander die Augen auszukratzen, wer welche Ausgabe schreibt.

Nee, Spaß, wir sind beide auf ähnliche Weise bescheuert, nahezu seelenverwandt, behaupte ich mal ganz großspurig, und wir werden die Zusammenarbeit wunderbar hinbekommen. Jamie hat einen Sinn für bösartig komische, zynische Geschichten – ich verweise auf Souled Out wo sowohl ihre Story ein Highlight ist wie auch die abartig grotesken Kapitel der Rahmenhandlung, für die sie zur Hälfte verantwortlich zeichnet. Wer den Tod von John Aysa darin gelesen hat – das war Jamie.

Interessant an dem Projekt ist – aus meiner Sicht – einiges. Erstens die Sache mit dem gemeinsamen konzipieren. Das ist sicher nicht nur auf Distanz möglich, man wird sich an einen Tisch setzen müssen. Zweitens muss die Handlung fixiert werden – und zwar so genau, dass wir stets genau wissen, welches Heft wo endet, damit wir nahtlos fortsetzen bzw. gleichzeitig an zwei verschiedenen Nummern schreiben können. Drittens muss das Schreiben hier mit eiserner Disziplin ablaufen. Es gilt, Deadlines einzuhalten, um nicht beide Projekte ins Chaos abgleiten zu sehen. Denn stolpert eine Serie mit ihrem VÖ, betrifft das auch die andere Serie. Also – beinhart durch.Und viertens sollten wohl bis zum Start einige der Hefte schon fix und fertig sein, für den Fall, dass es zu irgenwelchen Verzögerungen beim Schreiben kommt. Das kann vielleicht eine Unterbrechung im Rhythmus verhindern.

Ich habe keine Ahnung, weil ich nie an einer solchen Serie beteiligt war – Stichwort Perry Rhodan – aber ich habe doch das Gefühl, selbst mit den weniger Heften ist es die etwas heftigere Sache. Es ist Arbeit ohne doppelten Boden und Sicherheitsleine, wir haben keine Ersatzautoren, die einspringen, wenn einer von uns krank wird. Wir können lediglich Teile der Arbeit des anderen übernehmen und da ist fraglich, wie weit das machbar ist. Ob sich das ganze Projekt unterm Strich auch lohnen wird, ist am Ende die große Frage. Der Lernprozess und die Erfahrungen, die dieses Projekt beinhalten, sind beträchtlich – schon das Wissen, wie viel davon abhängt, dass man schlicht funktioniert und seine Arbeit durchzieht, hat einen ganz eigenen Beigeschmack. Und dabei weiter seine eigenen Projekte verfolgen – viel zusätzliche Arbeit in nicht mehr Zeit. Was für ein Ding!

Eine Herausforderung? Ja, absolut.

Eine positive Sache? Unbedingt.

Ich danke Sandra Berhold und Chris Heyden für dieses Vertrauen.


Der Beitrag [SAVAGE TYPES]: Projekt-Wahnsinn erschien am 12.06.2019 auf JohnAysa.net


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