Unglaublich spannender und vielversprechender Titel, nicht wahr? Ja, so sind wir Autoren, jederzeit den Kopf voll kluger Gedanken, weitblickend, vorausschauend, stets geistig auf der Höhe und überhaupt geradezu unerträglich super.

(Der Autor wachte auf, kratzte sich ungebührlich und blinzelte durch die schlafmüden Augen hinaus in die trübe Welt. Hatte er gerade davon geträumt, eine Art von Autoren-Genie zu sein, oder war er nun wirklich übergeschnappt. Er wusste es nicht. Das war keine Frage, die man sich stellte, bevor nicht der heiße erste Schluck Kaffee die Zunge verbrüht hatte. Danach sah die Welt anders aus. Aber bis dahin …)

In aller Bescheidenheit, dieses Posting ist um 05.05 Uhr in der Früh online gegangen. Ich musste es also vorab verfassen. Es erfordert wirklich jede Menge Genialität, sich in diese Uhrzeit hinein zu fühlen und so zu texten, als wäre es live und nicht ein paar Stunden davor niedergekritzelt, um sich eben nicht zu dieser katastrophalen Uhrzeit damit abzumühen. 

Hust, röchel, welch Wortgewandtheit und Schlagfertigkeit. Mal ganz so unter uns, ich gehöre in Wirklichkeit zu jener Kategorie Leute, die es schaffen, wenn sie nicht wissen, was sie auf eine Sache sagen sollen, sowas von verstummen, dass sie ihr Gegenüber in den Wahnsinn treiben können damit, und trotzdem unfähig sind, ihren Mund aufzubekommen, also eine richtig körperliche Sprachsperre erleiden. Ist mir sehr unangenehm, aber mein Hirn lähmt dann tatsächlich völlig bis abwärts ins Körperliche. Nichts funktioniert mehr. Deshalb verstehe ich das hier so verdammt gut. Schriftlich geht das bis zu einem gewissen Grad besser.

Vielleicht unter Umständen könnte es möglicherweise sein. Aber das ist auch nicht gewiss.

Was wollte ich denn eigentlich berichten? Ein zwei Dinge, soweit ich mich richtig erinnere.

Okay. Was ich eigentlich berichten wollte, habe ich vergessen. Das kommt vor. Besonders, wenn ich ausschweifende Intros für Mails verfasse. So. 

Aysa in Bestform. Musterbeispiel dafür, wie dieser Autor funktioniert, wenn er es nicht mehr so gut tut. Irgendwie unterhaltsam, oder? 

Solche Postings passieren übrigens, wenn man völlig überdreht, weil man müde ist. Also, “man” ist in diesem Fall ich.

Nun, sollte mir wieder einfallen, worüber ich berichten wollte, dann werde ich das tun. 

Selbstredend, schließlich fand ich es wichtig genug, um posten zu wollen.

Wenn es mir einfällt, dann wird gepostet.

Im Laufe des heutigen Tages.

Oder erst morgen.

Oder so eben.

Und aus.

So.


Der Beitrag [SELBSTLOB]: Info und Vergesslichkeit … erschien am 04.02.2021 auf JohnAysa.net


Eigenes Foto: Vergesslichkeit.

 

2 Kommentare

  1. Lieber John,
    oh, wie liebe ich deine Posts – vor allem die kreativen! – lol.
    Ein Traum, zum Niederknien. (Ich hoffe, du spürst auf empathischem Wege, wie ich vor deiner Kreativität und deinem Einfallsreichtum auf den Knien herumrutsche, bis die nigelnagelneue Wolford sich in Streifen von meinen Beinen schält;-)
    Aysa in Bestform – keine Frage. Schon gar keine Übertreibung – und das meine ich zur Abwechslung mal ernst. Womöglich bist du in diesem Zustand besser drauf als die liebe Kris – ja, ich meine mich – wenn sie zwei Krügel Kaffee intus hat. Oder ist es ein Fauxpas, Kaffee in der Einheit Krügel anzugeben? Ich werd mir das nie merken. Vor allem dann nicht, wenn ich nicht ausgeschlafen bin, mir noch die letzte Staffel AHS 1984 von Netflix vom Vortag durch die Gehirnwindungen kriecht und ich nicht eine gewisse Mindestmenge – ich würde meinen ca. ein Seidel – von diesem schwarzen Muntermacher in mich hineingekippt habe.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich deine witzigen, kreativen Gedanken (auch über das Schreiben) in einem eigenen Büchel gut machen würden.
    Zitier nicht immer den Lindemann, wenn’s der Aysa doch viel besser kann.
    Scheiße, das reimt sich. OMG! Hab ich jetzt womöglich zum ersten Mal in meinem Leben Lyrik geschrieben? Mir bleibt auch nix erspart – lol.
    Alles Liebe, Kris

    1. Author

      Liebe Kris!

      Was bitte machst du auf den Knien?! Ruinierst deine Wolford, also wirklich. Nicht wegen mir, Frau Dichterin! Oder Lyrikerin? Hm, da bin ich mir unsicher.
      Ich meine, wenn du schon deine Bestrumpfung ruinieren willst, dann bitte so, dass es mehr Sinn und Spaß macht als hier herumzuknien. Geh in die Kirche, Sünderin ;-).

      Kaffee kann übrigens in Krügen gemessen werden, keine Frage. Das Häferl und die Tasse sind ja bloß die nächstkleineren Maßeinheiten.
      Und wer nicht ausgeschlafen und mit AHS1984 in den Gehirnwindungen solche Kommentare postet, ist selbst nicht von schlechten Eltern, wenn es um Bewusstseinszustand und Tagesform geht. Da bleibt die Mindestmenge von schwarzem Muntermacher völlig egal. Außer natürlich …

      Gschamsta Diena, Kristina, setzt mir da Flausen in den Kopf, ach geh, das bisschen Lyrik tut dir nicht weh.
      Und selbst wenn, dann schreibst du darüber eine fesselnde Geschichte und verarbeitest den Schmerz in ein literarisches Vergnügen voller Bondage, Pasta und Rotwein!

      Alles Liebe, John

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