[FORTSCHRITT]: She 4 – wobei von Fortschritt nicht …

… nicht wirklich die Rede sein kann. Oder doch. Das ist jetzt eine höchst persönliche Ansichtssache – zumindest was mich angeht. Aus Lesersicht ist das nun Folgende wohl eher ein Grund zur Frustration und weniger ein Fortschritt als viel mehr ein Rückschritt. Und das gleich in doppelter Hinsicht. Bereit?

Ich habe seit Oktober keine Zeile geschrieben. Ich habe einfach keine Zeit, muss vermehrt arbeiten und das raubt mir so gut wie jede Möglichkeit, auch nur zwei Stunden am Stück konzentriert zu arbeiten. Damit ist schon jeder Versuch, einen konsistenten Text zu verfassen, zum Scheitern verurteilt. Ich kann nicht minutenweise hier und da werkeln – ich brauche eine durchgehende Zeitperiode, in der ich mich ausschließlich auf Textarbeit konzentrieren kann. Sonst wird das Ergebnis ein grausames Stückwerk, bei dem mich der Zwang packt, es ununterbrochen zu überarbeiten, um Konsistenz zu finden – ich überarbeite das Werk dann zu Tode und ruiniere es letzten Endes. So geht das also nicht.

Deshalb steht das Schreiben mehr oder weniger still. Von Oktober bis Ende Dezember wird in dieser Hinsicht kaum was passieren. Das ist die simple Realität. Ich könnte natürlich beginnen, im Lotto zu spielen und auf Millionen hoffen, die mir sehr schnell das Schreiben als einzige Arbeit ermöglichen. Aber die Chancen, naja, über den Scheiß brauchen wir wohl nicht nachzudenken, oder? 😉

Die Mehr-Arbeit, mit der ich jetzt beschäftigt bin, wird mir hoffentlich langfristig von Nutzen sein, was wiederum eine Art von Notwendigkeit darstellt, deshalb hat sie Vorrang. Sie bereitet mir außerdem Vergnügen. Das ist ein überaus erfreulicher Bonus. Aber sie killt derzeit das Schreiben, weil keine Zeit dafür übrig bleibt. Da hilft alles nichts, das muss ich ganz pragmatisch akzeptieren.

Dann ist da die zweite Sache: Der Roman funktioniert nicht, wie ich mir dachte. Schlicht und ergreifend. Die Geschichte hat einen guten Anfang, und enthält einige wesentliche Elemente, die für die kommenden She-Bücher von Bedeutung sind (langfristig gedacht liegen Entwürfe für fünf Romane vor). Aber die Handlung mündet jedes Mal in eine Variation dessen, was schon in den ersten drei Bänden vorliegt. Das ist nicht so schlecht, aber ich will keine Wiederholung, sondern eine Weiterentwicklung.

Die wesentlichen Elemente der Geschichte, die mit dem neuen Roman beginnt, bleiben unverändert. Ich weiß, wohin die Geschichte laufen soll und kenne ein paar der elementaren Eckpunkte, die es anzupeilen gilt. Nur der Ausgangspunkt muss geändert werden. Daran bin ich bisher – jetzt schon ein Jahr lang – gescheitert. Da haben alle Rettungsversuche nichts genützt. Ich muss akzeptieren, dass es so nicht geht und die entsprechenden, wenngleich drastischen, Schritte setzen.

Das heißt für mich: Ich hebe alle unverzichtbaren Elemente aus dem Roman-Wrack heraus und schreibe sie in eine Novelle um. Ich beginne mit Band 4 von Null an. Die Novelle wird das Verbindungsstück zwischen der ersten Trilogie und den folgenden Romanen. Für mich hat das einen gewaltigen Vorteil. Ich brauche mich nicht an das stilistische Schema halten, das ich für den Roman vorgesehen hatte. Ich beschleunige die Handlung, reduziere sie drastisch auf das notwendige Minimum und kann den Schwerpunkt etwas von SHE wegverschieben – das ist eine Notwendigkeit, um den folgenden Zyklus ordentlich einzuleiten.

Ich hatte ein paar kürzere Werke in Arbeit, auch Stories um die Sex-Abenteuer von SHE. Auch hier geht nichts weiter. Vielleicht dass ich in den Weihnachtsfeiertagen eine Geschichte wirklich soweit bekomme, um sie zu publizieren. Das bleibt abzuwarten.

Tut mir sehr leid, das ist alles, was ich momentan in Sachen SHE und KRISTINA und sonstigen Werken zu sagen habe. Jegliche Deadline und Planung ist unwiederbringlich hinüber. Die Bücher kommen alle, ich kann sie unmöglich nicht schreiben, das ist mir schon psychisch gar nicht möglich. Aber im Moment ist alles eine Frage der Zeit und davon habe ich so gut wie keine übrig. Und das wird sich in den kommenden Wochen kaum ändern.

Außer ein reicher Gönner ermöglicht mir zwei Jahre ausschließliche Schreibarbeit, dann besteht die große Chance, dass ich zu meinem ursprünglichen Zeitplan zurückkehre. Irgendwer? 😉 bwahaha …

Danke fürs Lesen und euer Verständnis.

Gruß, John


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