[SCHREIBEN]: Two Books Solution

… dann kam mir plötzlich der erlösende Gedanke! Ich hatte den Weg gefunden, gleich zwei Probleme in zwei ausständigen Werken auf einen Schlag aus der Bahn zu räumen …

Dieser “aha, yes, fuck yeah!” Moment hat mich insbesondere für das zweite Werk, bei dem mich in Übermaß das schlechte Gewissen plagt, in leicht euphorischen Optimismus versetzt und lang gehegte (monumentale) Pläne in dieserlei Hinsicht bestärkt.

Kryptisch genug, hm? Ich weiß. Zu meiner Entschuldigung muss ich anmerken, dass ich in der Vergangenheit immer wieder gern Dinge in meinem Schaffen angekündigt habe, voller Euphorie und Zuversicht, die dann in der Form zu dieser Zeit nicht zu halten waren. Das ist nicht nur etwas peinlich, sondern auch ein Schuß ins eigene Knie – wer nimmt jemanden Ernst, der andauernd groß daherredet, aber dann weder pünktlich noch in der zugesagten Form liefert? Meine Sache ist das eigentlich nicht, aber in den Griff zu bekommen, manche Vorankündigungen besser unterbleiben zu lassen, selbst wenn man sich über das Kommende freut, ist ein überraschend langwieriger Prozess. Die Frage ist, wie interessiert sind eigentlich Leser an solchen Informationen? Ist das überhaupt eine Frage?

Ich bin jetzt aber immer noch euphorisch, immerhin ist eine penetrant und hartnäckig bremsende Plage vom Tisch und das gleich in zwei Fällen. Da ist es durchaus gestattet, erleichtert durchzuschnaufen, oder? Allerdings werde ich mich hüten, auf nähere Details einzugehen und groß zu blubbern, was wie wann weshalb passieren wird sollen müssen können. Oder sonst irgendwie so oder ähnlich. Ha. Ich bin zwar ein Trottel der nicht mehr ganz jugendlichen Art, aber im Hirn frisch und kindisch und unerwachsen genug, um hin und wieder eine Kleinigkeit zu lernen. Das ist so ein Fall.

ABER: Für Fans von SHE und für Leser, die CHASKA gern mögen, bedeutet das obige Gestammel positive, geradezu erfreuliche Nachrichten. Und damit habe ich genug gesagt. Wahrscheinlich war das schon wieder zu viel und ich werde es noch bereuen. Aber Teufel nochmal, irgendwas muss und will ich über das Entstehen von Werken auch erzählen. Ich mag es, einen Einblick in den Prozess des Schreibens bei anderen Autoren zu bekommen, sowohl aus der Sicht des Autors wie jener des Lesers.

Warum? Nun, als Autor ist es immer wieder eine Erleichterung zu sehen, dass das Problem, mit dem man sich konfrontiert sieht, auch anderen Schreibenden begegnet ist und das es einen Weg gibt, sich dieses Hindernisses zu entledigen. Aus der Sicht des Lesers wiederum finde ich es faszinierend, was als Inspiration herhält oder welche Überlegung hinter einer Handlung, einem Dialog steht. Das sind Dinge, die mich das betreffende Buch noch mehr wertschätzen lassen. Ich möchte rundum mögen, was ich lese.

Kryptische Verlautbarungen lese ich immer wieder mal und inzwischen habe ich mich so weit daran gewöhnt, dass ich dasselbe – siehe oben – auch machen kann. Auch wenn es manche Leser nervt, es hilft nichts, Leute. So ist das mit uns Schreibern, mal klar, mal verschlüsselt. Was der Arbeit nützlich ist. Hat nichts mit euch zu tun, viel mehr mit der Entlüftung des eigenen Verstandes, dem Vertreiben von Nebel und Blockaden und dem Anlauf, um ein Problem zu beseitigen. Fuck, kreative Prozesse sind schräg.

Mit der Erkenntnis, das ein Autor auch mal ein Arschloch sein kann, selbst wenn er es nicht böse meint, sondern Freude bereiten will, wünsche ich allen Lesenden einen wunderschönen Tag!

Lest mit Freude und schreibt mit Zuversicht!

Gruß, John


Und im übrigen weise ich gerne wieder einmal darauf hin, dass die schreibende Zunft die Profession des Geschichtenerzählers ist – was absolut NICHT bedeutet, das der Kerl auch die Wahrheit erzählt. Schließlich sind auch Märchen Geschichten.


Der Beitrag [SCHREIBEN]: Two Books Solution erschien am 23.01.2019 auf JohnAysa.net


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